Aus einer Notsituation wurde ein Segen

Im September 1995 mästeten wir Masthühner im Lohnmastverfahren. Durch die stetige Vorgabe und Erhöhung der Mastgewichte konnten wir die vorgeschriebenen Größen und Gewichte am Ende des Mastdurchganges nicht einhalten. Die Hendl wurden zu früh abgeholt und waren für den Handel mit einem Gewicht von 80-90 dag unbrauchbar und wären entsorgt worden. Wertvolle Lebensmittel wären im Müll gelandet - für uns unvorstellbar.

Wir holten die Hendl mittels Autoanhänger vom Schlachtbetrieb und versuchten sie bei unseren Verwandten und Bekannten zu verkaufen, was uns auch gelang. Alle waren von der Qualität begeistert.

Das brachte uns, Silvia und Christian, auf die Idee Hendl selbst zu schlachten und zu vermarkten. Somit gab es am 1.März 1996 die ersten „Schaumi's Hendl“ ab Hof.

 

Positive Erfahrungen

Wir haben die Erfahrung gemacht, dass wenn wir unseren Grundsätzen Ehrlichkeit, Sicherheit und Zuverlässigkeit treu bleiben, dann bekommen wir auch das Vertrauen der Kunden und diese danken es uns durch den stetigen Kauf unserer Produkte. Auch durch die ständigen Änderungen der Ernährungsgewohnheiten sowie die Verängstigung der Kunden durch die Medien und der Skandale wächst unser Betrieb.

Silvia konnte 2007 ihre Stelle als Bankkauffrau aufgeben und widmet sich nun dem Verkauf. Weiters ist Silvia darum bemüht, den immer höher werdenden Qualitätskriterien von AMA, Gutes vom Bauernhof und Gentechnikfreiheit am Betrieb gerecht zu werden, was bisher durch Zertifikate immer ausgezeichnet wurde.

 

Chance oder Risiko

Da wir seit 1996 die Direktvermarktung betreiben, können wir auch auf einige Erfahrung zurückblicken und bei genauer Berechnung und Durchleuchtung unseres Betriebes und unserer Kunden ist uns aufgefallen, dass wir unsere Investitionen immer viel herausfordernder und risikoreicher gestalten hätten können.

Christian und Silvia sind sehr sicherheitsbetont, was dem Betrieb nicht immer zum Wachstum hilft. Im Nachhinein kann man feststellen, dass der Verkaufsraum, sowie die Gaststube und die Küche zu klein geplant wurden und so wieder Umbauarbeiten nötig waren.